Station

Entstehung der Diakonie-Sozialstation Sachsenhagen
Die Diakonie ist so alt wie die christliche Kirche. Für die frühen Christen gehörten Glaubenszeugnis und Dienst am Nächsten untrennbar zusammen. Ohne praktische Hilfe für den Menschen bleibt der christliche Glaube unvollständig.

Aus diesem Leitbild heraus sind im Laufe der Zeit Hilfsstationen entstanden, die sich dann zumeist in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in Diakonie-Sozialstationen umwandelten. So auch unsere Station. Bis Ende der 70er Jahre gab es in den einzelnen Orten die „Gemeindeschwester“. Jede versorgte in ihrer Gemeinde die Kranken, Alten und Behinderten. Die Bevölkerungszahl stieg ständig an, somit auch die Zahl der Patienten.

Der Bedarf an Hilfe wurde immer größer. Der Dienst am Nächsten und zum Wohl der alten und kranken Mitmenschen konnte in der alten Form nicht mehr bedarfsgerecht durchgeführt werden. Abhilfe war das dringendste Gebot der Stunde. Die verantwortlichen Politiker der Samtgemeinden Sachsenhagen und Lindhorst setzten sich im Juni 1979 an einen Tisch und versuchten, die durch laufende Reform des Gesundheitswesens immer besser werdende soziale Versorgung für den einzelnen Patienten optimal in die Tat umzusetzen. Allein konnten sie diese Aufgabe nicht bewältigen. Deshalb zogen sie im Juli 1980 die Kirchengemeinden der beiden Samtgemeinden hinzu. Durch diesen Zusammenschluss wurde die Effektivität der Einsätze der Gemeindeschwestern wesentlich erhöht.

Die Diakonie-Sozialstation Sachsenhagen/Lindhorst war geboren.
Unter der Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft der Ev.-luth. Kirchengemeinden, sowie der Samtgemeinden Sachsenhagen und Lindhorst fand die Gründungsveranstaltung am 17.12.1980 statt. Als weitere Gründungsmitglieder zählten noch die Kath. Kirchengemeinde Sachsenhagen und Lindhorst, das DRK und die AWO.

Am 15.01.1981 wurde die Station offiziell eröffnet.

Das Personal bestand aus vier Krankenschwestern und einigen Aushilfskräften. Hinzu kam noch eine Verwaltungskraft. Im Laufe der Jahre wurde dann das Personal aufgestockt. Es kamen noch vier Haus- und Familienpflegerinnen hinzu. Das DRK und die AWO schieden als Mitglieder aus.

1994 kündigte die Samtgemeinde Lindhorst zum Jahresende den Vertrag. Mit Wirkung vom 01.01.1995 trat eine neue Vereinbarung in Kraft. Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Sachsenhagen und die Samtgemeinde Sachsenhagen vereinbarten unter der Trägerschaft der Ev.-luth. Kirchengemeinde Sachsenhagen die Weiterführung der Station unter dem Namen:
Diakonie-Sozialstation Sachsenhagen
Ein weiterer, großer Einschnitt in die Arbeit der Station war die Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes zum 01.04.1995. Wurden bis dahin alle erbrachten Leistungen, wie Krankenpflege, Altenpflege als auch hauswirtschaftliche Versorgung mit den Krankenkassen abgerechnet, so trat jetzt eine Trennung ein. Die medizinische Versorgung wurde von der häuslichen Pflege klar getrennt. Ein großer Vorteil für unsere Patienten, vor allen Dingen in finanzieller Hinsicht.

Auch für die Arbeit der Station hatte die Einführung der Pflegeversicherung Konsequenzen, besonders im Blick auf die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und einer Fülle von Neuerungen in Verwaltung und Abrechnungswesen. Dies führte aber auch zu einer qualifizierten und hochwertigen Pflege.

Die Diakonie-Sozialstation Sachsenhagen genießt als kirchliche Einrichtung in unserer Region Ansehen und Vertrauen.
   2007 © kadro.de